Mittwoch, 11. Januar 2017

Die nächsten Filme






Die Reihe "Ausgewählte Krimis" wird im Januar mit TV-Filmen und italienischen Giallos fortgesetzt. Aus organisatorischen und vor allem finanziellen Gründen finden vorläufig nur nichtöffentliche Vorstellungen statt.



Mittwoch, 14. Dezember 2016

Blogspot blockiert uns!





von Frank Blum


                                                                     Im Ganzen, haltet Euch an Worte. / Dann geht Ihr 
                                                                                           durch die sichre Pforte / zum Tempel der Gewßheit ein.
                                                                                                       (Goethe, Faust I)


Vor einiger Zeit überlegte ich, die leicht mißvertständlichen, möglicherweise als politisch unkorrekt wirkenden Zwischentöne oder auch die unmittelbaren Statements meiner Zeitschrift Film Mäg in ihrer Schärfe etwas zurückzufahren, obwohl dies letztlich ein Kapitulieren vor den Feinden der Presse- freiheit bedeuten würde, aber vielleicht mehr Leser gewinnen könnte. Gesagt, getan  -  und was passierte? Blogspot verhindert seit zwei Wochen die Administration. Entweder ein technischer Defekt oder, wahrscheinlicher, einfach ZENSUR, da sie sich nur die älteren, schärferen Texte merkten.

Und was lernen wir daraus? Zunächst mal lernen wir Journalisten daraus, dass es keineswegs automatisch belohnt wird, via vorauseilendem Gehorsam freiwillig den Schwanz einzuziehen, man kann trotzdem zensiert werden, wann immer es Herrn Zuckerberg und Kollegen gefällt. Wobei Zuckerberg offenbar nicht merkt, dass er damit nicht nur wohlmeinenden Kritikern wie mir, sondern auch den wirklichen Antisemiten zusätzliche Munition liefert. Ich habe selber einen jüdisch klingenden Namen und weiss seit meiner Zeit in Österreich, was das bedeuten kann an antise- mitischen Ausfällen gegen Namensträger wie mich, obwohl ich als großgewachsener Blonder mit blauen Augen eher wie Siegfried aussehe, da war ich dann in Wien eben der "Ausnahmejude", der die Regel bestätigte (genau wie die blonde Jüdin in der deutschen Mannschaft während der Oympiade 1936). Ich kann nur sagen, dass ich weder das Existenzrecht Israels jemals grundsätzlich infrage gestellt (die Frage der Staatsgrenzen ist eine andere) noch sonst etwas geschrieben habe, was die Sperre der Webseite rechtfertigen würde. Lediglich die Stilisierung von Juden, Frauen, Schwulen und Lesben, Ausländern und Flüchtlingen als die besseren Menschen habe ich indertat wiederholt scharf und entschieden attakiert, weil es durchaus meine Haltung als Staatsbürger und meine journalistische Pflicht gewesen ist.


Und da heisst es noch "Wer schreibt, der bleibt". Tja, liebe Leser, stimmt ja auch, und zwar wie schon seit Jahrhundertne, wenn man auf gutem altem Papier schreibt. Ärger machen lediglich bisweilen Säure,  Bücherverbrennungen oder freilich ebenfalls Zensur. Das einfache Blockieren oder Löschen einer ganzen Zeitschrift auf Knopfdruck aber ist das Allerzynischste von allem   -  von einer Sekunde zur Nächsten wird die ganze Arbeit von Jahren zunichte gemacht. An den Inhalt von Büchern und Zeitschriften indes kommen die Netz-Zensoren nicht heran. Und last not least sind diese auch noch konkrete haptische gegenstände, die man nicht nur auf dem Schirm sehen, sondern anfassen und ins Regal stellen kann, und für die man keine Hardware braucht, sondern höchstens eine Brille, ein Lesezeichen zum Einlegen oder nen Kuli, um was Wichtiges anzustreichen.

Zugegeben, manchmal war es etwas deftig beim Film Mäg. Der Autor mit dem Pseudonym ama schrieb vor sechs Jahren über die (pseudo-)feministische Frauengruppe LaDOC hier in Kölle und darüber, dass die Teilnahme an ihren Meetings für Männer verboten ist; er fragte sich, was die da wohl unter sich so treiben und stellte die Hypothese auf, die LaDOC-Mädels würden sich vielleicht gegenseitig mit Klistier-Spritzen verwöhnen. Auf die Idee muss man erstmal kommen, das war so frech, dass es fast schon wieder gut war, nur leider nicht für fünf Cent erotisch, denn wer die LaDOCerinnen kennt und weiss, wie sie aussehen, verspürt absolut keine Lust zum Andocken, selbst wenn man aus Hintern spritzendes Klistierwasser eigentlich geil findet. Wie alle wahren Feministinnen geben sie sich betont männlich-hässlich im Sinne von unattraktiv, um keinesfalls als Objekte männlicher Begierde dienen zu können. Wenn die La DOC-Emanzen auch sonst nicht viel erreicht haben, DAS ist ihnen schon immer vollauf gelungen. Und die Sanktion folgte prompt, wegen dieses Textes und einem mir nicht bekannten kritischen über Agnes Varda dürfen wir seitdem  -  seit nunmehr sechs Jahren  -  ein bestimmtes Kölner Kino nicht mehr mieten, man lässt uns nicht mehr rein. Dabei fand ich Agnes Varda schon immer toll. So viel zur angeblichen Kölner Offenheit und Toleranz. "ama" ist übrigens Ausländer.

Nun bin ich gespannt, ob und wann auch diese Seite womöglich noch gesperrt oder gleich ganz gelöscht wird. Schützen kann man sich dagegen nur mit einem bezahlten Internetauftritt, aber das ist finanziell nicht drin, allein schon die Installation der Kinotrechnik in der Feuerwache war so teuer, dass nun bis Februar kein Geld mehr da ist.  -  das Film Mäg wird notgedrungen in Kürze eine neue Webseite erhalten, bei welcher Firma, das steht noch nicht fest, jedenfalls nicht mehr bei der Firma Blogspot, logisch. Bis dahin haltet euch an Hefte, küntif werden wir wieder mehr drucken, auf richtigem Papier, nur bei der Seitenzahl und Auflage müssen wir wohl etwas sparen, aber immerhin, Hefte kann man nicht wegklicken. Und mit der Zeit steigt der Sammlerwert. Unser Heft 1 von 2008 kostete damals 6 Euro, heute antiquarisch mindestens 20 Euro. Sowas gibt es bei Bits und Bytes eben nicht.







Mittwoch, 7. Dezember 2016

Filme am Freitag, 9. Dezember





Adventsprogramm


zum 100. Geburtstag von Regisseur Roy Ward Baker:





19 Uhr Mit Schirm, Charme und Melone Double Feature 

Weihnachten - Ein Alptraum (1965), Regie Baker und eine Folge aus der ersten Farbstaffel (1967)

21 Uhr Einer kam durch (1957), Regie Baker, mit Hardy Krüger



Alle drei Programmbeiträge in der deutschen Fassung, Eintritt frei


Der angekündigte Glühwein klappt eventuell leider nicht, andererseits ist es auch eh schön warm, es gibt auf jeden Fall was zu Trinken und Süßes zu Knabbern.

Achtung: Wir sind nicht im offiziellen Kinosaal der Feuerwache, sondern im Clubraum des Hauses Branddirektion! Dort gibt es ebenfalls eine fest installierte Leinwand, die vertikal sogar noch größer ist. Dadurch projezieren wir unser Bild größer als im Kinosaal.




Dienstag, 29. November 2016

Filme am Freitag, 2. Dezember







19 Uhr: in der Reihe Ausgewählte Krimis: Mildred Pierce (1945), Regie Michael Curtiz, mit Joan Crawford

21 Uhr: in der Reihe Josef von Sternberg: Blonde Venus (1932), mit Marlene Dietrich

Beide Filme in der deutschen Fassung. Ort: Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, Eintritt frei


Die nächsten Filme am 9. Dezember



Donnerstag, 24. November 2016

Zu den Programmankündigungen



Vor einiger Zeit hat ein gewisser kölner Filmclub einen Film aus unserem Programm drei Tage vorher bei sich selbst gezeigt  -  einer jener Vorfälle, die hier in der Stadt mit dem beschönigenden Begriff "Kölscher Klüngel" verharmlost werden. Dies war kein Zufall, sondern mit voller Absicht der versuch, uns unser Publikum wegzunehmen.

Um dies künftig zu verhindern, werden wir die Titel unserer Filme nur noch im Newsletter, zwei bis drei Tage vorher jeweils hier auf der Webseite sowie in einigen ausgewählten Medien, darunter dem Kölner-Stadt-Anzeiger, dem Express und der Online-Ausgabe von Choices, bekannt geben.

Die nächsten Termine sind am 2. und 9. Dezember, je zwei Programme, darunter ein Double Feature, also insgesamt fünf Filme, um 19 und um 21 Uhr.



Dienstag, 22. November 2016

4 Kinoprogramme im Dezember



Und zwar jeweils zwei am 2. und 9. Dezember. Die Filme stehen jetzt fest. Näheres im Newsletter und  in Kürze hier.



Samstag, 19. November 2016

Deadline für Programm-Vorschläge







Bis Montagabend können noch Filme für das Dezemberprogramm vorgeschlagen werden. Adresse wie gehabt filmmaeg@gmail.com / de.









links: Michaela Miti

Dienstag, 15. November 2016

Der nächste Termin



Die nächsten beiden Filme werden voraussichtlich am Freitag, dem 2. Dezember gezeigt.

Näheres in Kürze im Newsletter.



Mittwoch, 26. Oktober 2016

Greif´ zur Feder, Kumpel!









Es können noch Vorschläge für´s November- und Dezemberprogramm eingereicht werden, auch für den Weihnachtsfilm:

filmmaeg@gmail.com


 

Montag, 24. Oktober 2016

Die Würfel sind gefallen! Es werde Licht .....








Akasava-Lichtspiele



Die Kollegen vom Filmclub 813 können aufatmen: Vermutlich ist auch Ihnen die permanente Ver- wechslungsgefahr irgandwann ordentlich auf die Nerven gegangen, wenngleich es nur in den ersten anderthalb Jahren, jedenfalls für uns, besonders schlimm war. Wir mussten halt erstmal eigenes Profil gewinnen.
Wie bereits in früheren Posts schon näher beschrieben, war der Filmclub Akasava seit etwa drei Jahren kein körperschaftlicher Verein mehr, seitdem bestand er aus mir, ehrenamtlichen Helfern und dem Publikum. Ich befand mich in einer ähnlichen Situation wie der "Constantin-Konsul" Barthel in den 70er Jahren, nachdem er die Aktien von Bertelsmann gekauft hatte und damit alleiniger Inhaber der Constantin war, obwohl es sich um eine GmbH handelte. Barthel war also de jure und de facto "alleiniger Gesellschafter", was eine Weile gutgehen kann, aber auf Dauer eben nicht der wahre Jakob ist, und schließlich ging die lebende Konsul-Legende ja dann auch pleite. Beim Akasava-Projekt liegt der Fall anders, es kann gar nicht pleite gehen, da es eine private Initiative und kein kommerzielles Unternehmen ist, sonst wären wir schon -zigmal pleite gegangen.

Nun also, zum fünfjährigen Jubiläum, erfolgt die große Umtaufe. Das Wort Lichtspiele wurde von Film- theatern bis in die 70er Jahre hinein gerne im Namen geführt, und es gibt deren zwei, an denen mein Herz besonders hing. Da waren erstens die Hahnentor-Lichtspiele am Rudolfplatz, die ich als kleiner Junge in den letzten 2-3 Jahren vor der Schließung noch kennen- und lieben lernte, mit einer der da- mals größten Leinwände überhaupt, auf der ich noch Asterix und Kleopatra, die Heintje-Trilogie, eine Wiederaufführung von Winnetou I und vieles mehr genießen konnte, wir wohnten ja ganz in der Nähe auf dem Hohenstaufenring. Als es dann plötzlich aus war, hatte ich meinen ersten großen Kul- turschock. Das Hahenntor war das erste der großen kölner Innenstadtkinos, die nach dem Krieg schon wieder schließen mussten. Es war 1970 oder 71, die anderen wie das benachbarte Theater am Rudolfplatz, der Ufa-Palast und das Capitol hielten sich noch wesentlich länger.

Zweitens die Rheingold-Lichtspiele in Köln-Holweide. Dieses eher kleine Kino betrat ich leider nie, weil man als verwöhnter Kinogänger angesichts der -zig Kinos, die Köln damals noch hatte, immer dachte: Ist ja nicht so dringend, da kannst du demnächst immer noch mal reingehen. Ich wohnte wie gesagt auf dem Hohenstaufenring, das ist meine Heimat, aber meine Familie stammt aus Holweide und einige wollen bis heute nicht weg von dort. So kam ich beim Besuch von Verwandten auto- matisch von der Straßenbahnhaltestelle Vischeringstraße aus immer am Rheingold vorbei. Dort stand ich dann oft minutenlang und betrachtete die Aushangfotos, die auch noch extra von den Betreibern eingerahmt wurden, in den Schaukästen. An das Wiegenlied vom Totschlag kann ich mich erinnern und, wenn ich nicht irre, an einen Jerry Cotton. Und warum schwärmt man für ein Kino, in dem man nie drin war? Wohl aus demselben Grund, weshalb man für Bismarck oder Alexander den Großen schwärmt, ohne ihnen persönlich die Hand gedrückt zu haben. Das Rheingold machte damals in den 70ern nur noch eine Vorstellung täglich, außer sonntags, da gab es zusätzlich eine Matinee, wie es damals üblich war, Altes wie Tarzan in New York mit Weismüller und das damals Neue wie Klassenkeile mit Uschi Glas und all die tollen Sachen. 
Den Beschreibungen zufolge muss das Rheingold auch innen herrlich altmodisch und schon leicht versifft gewesen sein, genau das, was man heute "unplugged" und "authentisch" nennt und so schmerzlich vermisst. Ich könnte mich heute noch schwarz ärgern, die Chance verpasst zu haben, aber man war halt als Cineast in Köln sagenhaft verwöhnt - damals! Und dann ganz plötzlich, eines Tages im Jahr 1977, kam das Entsetzen: Ich ging dran vorbei und die Schotten waren dicht. Wer zu spät kommt .....

"Lichtspiele" ist überdies ein schönes, positiv besetztes Wort, das auch noch den unmittelbaren Vor- gang, um den es geht, konkret beschreibt: Kino, nach meinem Verständnis, hat als conditio sine qua non einen Lichtstrahl, der über dem Publikum hinweg von oben auf eine Leinwand strahlt, und dieses Licht bewegt sich, bietet ein Spiel, eine Inszenierung, denn es geht hier vor allem um Spielfilme (freilich sind auch Dokus bis zu einem gewissen Grad "Inszeniert"), Und es ist last not least - oder besser gesagt zu guter Letzt - tatsächlich ein deutsches Wort, mit Anglizismen sind wir in der Film- und Kinosprache nun weißgott bis zur Genüge vollgemüllt. Daher auch der treudeutsche Bin- destrich, der nur dann entfallen wird, wenn "Akasava" und "Lichtspiele" aus grafischen Gründen mal übereinander stehen werden. Die Form der Buchstaben wird in den Grafiken weiterhin jenen auf den originalen deutschen Aushangfotos von Jess Francos Akasava-Film entsprechen.


Die alte Adresse www.akasavaclub.blogspot.de bleibt vorläufig unverändert!


..... blogspot.com funktioniert auch. Bis zum Jahresende wird es wohl leider nicht mehr viele Vor- stellungen geben, mal sehen, im Augenblick bin ich mit zwei möglichen neuen Spielstätten in Verhandlung. Das Theater im Hostel hat eine tolle zentrale Lage, jedoch den Nachteil einer recht kleinen Leinwand, da waren manche Zuschauer enttäuscht. Eine Weihnachtsvorstellung wird es höchstwahrscheinlich noch geben, da liegt mir viel dran, und wenn das Geld reicht noch ein paar Filme mehr, wieder auf einer schönen großen Leinwand. Näheres dann im Newsletter.


In diesem Sinne  -  auf die nächsten fünf filmischem Jahre! (fb)

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